Hallo ihr Lieben! :)
Heute (und nÀchste Woche) gibt es keine Montagsfrage. Antonia von Lauter&Leise ist im Stress und da muss man PrioritÀten setzen. Ich kann das aktuell sehr gut verstehen. Deshalb verfasse ich jetzt trotzdem einen Beitrag, denn ich möchte auf meinem Blog Transparenz gewÀhrleisten. Ich hatte sehr gehofft, dass ich das Thema Chilli diese Woche nicht ansprechen muss, aber die Situation spitzt sich mehr und mehr zu. Puh. Tief durchatmen. Augen zu und durch.
Es ist schlimmer denn je. Wir mussten letzte Woche das Schmerzmittel Tramadol absetzen, weil sich herausgestellt hat, dass Chilli davon schwindlig wird. Jetzt schleichen wir stattdessen gerade CBD-Ăl ein, das ist Cannabis-Ăl. Das dauert, denn das muss man sehr langsam machen und in der Zwischenzeit hat sie Schmerzen. Schlimme Schmerzen. So furchtbare Schmerzen, dass sie kaum noch allein aufstehen kann. Es bricht mir das Herz. ZusĂ€tzlich rebelliert ihr Verdauungstrakt, sie hat immer wieder dĂŒnnen Stuhl und mag gar nicht mehr essen, obwohl sie doch dringend die Energie braucht. Heute Nacht hat sie sich mehrfach ĂŒbergeben; dabei kamen komplett unverdaute Reste raus. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, haben sich ihre Blutwerte erneut verschlechtert. Sie zeigt erhöhte EntzĂŒndungswerte und die roten Blutkörperchen haben sich wieder verringert. Sie krepelt nur noch vor sich hin, hat nichts mehr, das ihr Freude bereitet.
Ich wollte fĂŒr sie eine Bluttransfusion organisieren, aber die Klinik weigert sich, diese Behandlung durchzufĂŒhren, weil es ihr dafĂŒr angeblich noch nicht schlecht genug geht und der Nutzen das Risiko nicht rechtfertigen wĂŒrde. Dabei sollte ihr das doch nur etwas Zeit verschaffen. Ihre Ărztin aus der Klinik vermutet, dass sie auĂerdem das Cortison nicht vertrĂ€gt und eine Reaktion in Form einer Magenblutung zeigt. Das kann man aber nicht definitiv diagnostizieren, ohne sie auf den OP-Tisch zu legen, was ĂŒberhaupt keine Option ist. Uns gehen die Ideen aus. Morgen haben wir wieder einen Kontrolltermin in der Klinik, dort soll ich auf Anraten ihres Haustierarztes noch einmal darum bitten, dass ihre Milz untersucht wird und eine Knochenmark-Punktierung ansprechen. TatsĂ€chlich machen mir ihre Blutwerte im Moment aber wengier Sorgen als ihr Bewegungsapparat. Die Spondylose und Arthrose quĂ€len sie so sehr, dass ich fĂŒrchte, wenn nicht bald eine Linderung eintritt, wird sie aufhören zu kĂ€mpfen und einfach aufgeben. Ich kann es ihr nicht mal verĂŒbeln. Die Schmerzen bringen sie zwar nicht um, doch ich kann ihr kaum noch vermitteln, dass es sich lohnt, weiterzukĂ€mpfen. Sie hat keinerlei LebensqualitĂ€t mehr und ich weiĂ nicht, wie lange sie das noch mitmacht und aushĂ€lt, bis sie nicht mehr weiterleben möchte.
Ich habe in der letzten Woche viel geweint. Auch jetzt laufen mir beim Tippen dieses Posts die TrĂ€nen. Sie leidet so sehr und ich komme an meine Grenzen. Ich versuche, stark und tapfer zu sein, in den Scherben meines Ichs noch irgendwo einen Funken Hoffnung zu finden und muss mich doch mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass ich Chilli, meine GefĂ€hrtin, meine Seelenverwandte, meine Prinzessin, mein Baby, möglicherweise bald auf ihre letzte Reise schicken muss. Sollte das passieren, kann ich nicht voraussagen, wie das mein Verhalten beeinflusst. Ich weiĂ nicht, ob ich dann noch bloggen kann und möchte, ich weiĂ nicht, ob ich dann ĂŒberhaupt noch irgendetwas tun möchte, auĂer mich zu einer Kugel zusammenzurollen und in einem Meer von TrĂ€nen zu ertrinken. Deshalb finde ich es wichtig, euch heute auf den neusten Stand zu bringen. Angesichts ihres rapiden Verfalls rechne ich damit, dass ich sehr schnell gezwungen sein könnte, eine endgĂŒltige Entscheidung zu treffen. Im Namen der Transparenz möchte ich euch darauf vorbereiten, dass mein Blog von heute auf morgen brachliegen könnte. Ich weiĂ, dass ihr dafĂŒr VerstĂ€ndnis habt und ich danke an dieser Stelle allen, die bisher liebe Worte hinterlassen haben und in Gedanken bei uns sind. Trotzdem empfinde ich es als Zeichen der Fairness, dass ich euch, die ihr mich teilweise bereits seit Jahren begleitet, reinen Wein einschenke und euch darĂŒber informiere, dass Bloggen in naher Zukunft vielleicht recht weit unten auf meiner PrioritĂ€tenliste stehen könnte.
Aber noch ist es zum GlĂŒck nicht soweit. Noch kĂ€mpft Chilli und ich stehe an ihrer Seite, mit Schwert und Schild. Ich beschĂŒtze sie, so gut ich kann, notfalls auch vor ihren Ărzten. Ein Tag nach dem anderen. Ein Atemzug nach dem anderen.
Alles Liebe,
Elli â€ïž
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Nicht aufgeben, schreibende Schildmaid, nur nicht aufgeben!
Ich drĂŒcke weiter die Daumen und wĂŒnsche das Allerbeste!
Wir geben nicht auf, wir kĂ€mpfen weiter! đȘ Danke fĂŒr deine lieben Worte. â€
Als jemand, der 2015 und 2016 vierbeinige Familienmitglieder gehen lassen musste, leide ich mit euch. Beide Hunde haben uns mitgeteilt, als sie fĂŒr den Abschied vom Leben bereit waren, aber das macht einem die Entscheidung nicht leichter.
Alles Gute fĂŒr Chilli, ich hoffe so sehr, dass ihr bald eine Behandlung findet, auf die sie anspricht.
Ich hoffe, dass ich die Kraft habe, sie gehen zu lassen, sollte es soweit kommen. đ
Vielen Dank fĂŒr deine Anteilnahme â€
Hallo, liebe Elli!
Es tut mir sehr leid zu hören, dass es Chilli jetzt noch schlechter geht und sie nicht gut auf die Behandlungen anspricht. In den letzten Jahren hab ich mitbekommen, dass du sie doch mehr liebst als alles andere. Ich bin mir also 100% sicher, dass du die richtigen Entscheidungen fĂŒr Chilli treffen wirst. <3
Bitte vergiss bei der ganzen Sache nicht, auch auf dich zu achten. Trink genug Wasser. Sieh zu, dass du Schlaf bekommst. Okay?
Ich wĂŒnsch euch das Allerbeste, meine Liebe. Ich drĂŒck dir die Daumen.
LG, m
Huhu,
da hast du recht, sie ist quasi die groĂe Liebe meines Lebens đ Ich bemĂŒhe mich, trotzdem so gut wie möglich auf mich zu achten, aber ich weiĂ es unheimlich zu schĂ€tzen, dass du mich daran erinnerst. Danke. FĂŒr jedes deiner lieben Worte. â€
LG
Elli
Ich denk an euch
Danke â€
Ach liebe Elli fĂŒhl dich von mir ganz lieb gedrĂŒckt… Jeder, der mal Haustiere hatte oder noch hat und ein Herz generell fĂŒr Tiere hat, kann verstehen, wie du dich gerade fĂŒhlst. FĂŒr mich war es damals auch immer extrem schwer, meine Hamster gehen zu lassen. Das ist die gemeinste und schwerste Entscheidung, die man als Tierhalter treffen muss. Tiere sind einfach die treusten Begleiter und gebe so viel :/
Ich drĂŒcke dir und Chilli trotzdem die Daumen, dass es vielleicht doch nochmal bergauf geht und sie auf eine andere Behandlung noch anspricht. Die Hoffnung darf man nie aufgeben.
Und du weiĂt, wir sind die Letzten, die dir irgendwie böse wĂ€ren, wenn du dich dann erstmal zurĂŒckziehen wĂŒrdest.
LG Kathi