Gemeinsam Lesen 2

Hallo ihr Lieben! :)

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam! Diese tolle Aktion wird wöchentlich von den Schlunzen-Büchern veranstaltet; die Fragen dieser Woche findet ihr durch einen Klick aufs Logo!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Die Gärten des Mondes“ (Das Spiel der Götter #1) von Steven Erikson und befinde mich auf Seite 176 von 795.

Das Spiel der Goetter 1 von Steven Erikson

 

Für Sergeant Elster war stets klar, dass er dem malazanischen Imperium treu ergeben ist, egal wie schlecht er von seiner Herrscherin behandelt wurde. Auf ihren Befehl begibt er sich in die feindliche Stadt Darujistan, um deren Eroberung vorzubereiten. Doch als er und sein Trupp eintreffen, schwebt bereits die finstere Festung Mondbrut wie eine schützende Hand über der Stadt – und der Plan der Imperatrix zur Vernichtung Mondbruts kann sehr leicht auch Elster und seine Leute mit in den Tod reißen.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Er stand Dujek nahe; auch wenn sie sich bemühten, es zu verbergen, verband ihre gemeinsame Geschichte sie doch auf eigenartige Weise, brodelte immer unter der Oberfläche.“

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich habe eine Weile überlegt, ob die Zeit nun wirklich reif für einen Reread von „Die Gärten des Mondes“ ist. Seit mehr als zwei Jahren nehme ich mir vor, den ersten Band von „Das Spiel der Götter“ noch einmal zu lesen, aber ich bin immer davor zurückgeschreckt. Ich erinnere mich daran, dass ich vor Ehrfurcht quasi erblasst bin, weil das Buch so unglaublich komplex, vielschichtig und anspruchsvoll ist. Steven Erikson hat seiner Reihe 10 Jahre der Vorbereitung gewidmet, bevor er auch nur den ersten sinnvollen Satz zu Papier brachte. Das merkt man beim Lesen. Trotzdem kann es natürlich nicht angehen, dass ich ein Buch nicht lese, weil ich von seiner Komplexität eingeschüchtert bin. Diesen Monat habe ich meinem Regal den sechsten Band hinzugefügt und da ich weiß, dass ich die Reihe sowieso nicht hintereinander weg lesen werde, glaube ich, dass der Zeitpunkt passend ist, um sie noch einmal zu beginnen, während ich im Hintergrund weitere Bände kaufe. Ein Puffer von fünf Bänden sollte ausreichen. Die erste Lektüre ist bereits ein paar Jahre her (3 vielleicht?) und ich bin sehr gespannt, ob mich die Intelligenz und Vielschichtigkeit von „Die Gärten des Mondes“ genauso beeindruckt wie damals. Mittlerweile habe ich ja doch weit mehr Erfahrung mit fordernder High Fantasy.
Der Klappentext umreißt übrigens nur einen Teil der Handlung. Sergeant Elster spielt eine wichtige Rolle, ja, aber er ist nur eine Figur, mit der man es im ersten Band zu tun bekommt. Ich hoffe, dass ich für die Rezension dann eine passendere Inhaltsangabe zusammenschustern kann.
Bisher muss ich gestehen, dass ich gedanklich immer wieder rekapitulieren muss, was ich über die Situation, in die mich Erikson hineinschubst, lerne. Es gibt keine ausführlichen Erklärungen. Die Geschichte startet ansatzlos voll durch. Blut, Tod, Gewalt, Magie, Verrat, Intrigen, Rache – und das auf nicht einmal 200 Seiten in einem ersten Band. Ich fühle mich beim Lesen bis jetzt noch nicht sicher, denn mir wird immer wieder bewiesen, dass ich noch längst nicht alles überblicke, was vor sich geht. Nicht mal die Hälfte. Oder ein Viertel. Ich weiß, dass ich mich beim letzten Mal ebenso gefühlt habe, meine mich aber zu erinnern, dass das Stück für Stück besser wurde. Es lohnt sich, dran zu bleiben und ich freue mich auf den Moment, in dem sich alle Puzzleteilchen in meinem Kopf an ihren Platz schieben und zusammen wachsen. Das wird großartig. :)

4. Liest du immer Kapitel-weise oder unterbrichst du dein Buch an einer beliebigen Stelle ?

Ich versuche meist, Kapitel-weise zu lesen, kann aber auch problemlos mitten im Satz unterbrechen, wenn es nötig ist.
Nach Kapiteln zu lesen erscheint mir einfach richtig und ordentlich, weil ich so mit einem gedanklichen Absatz in eine (Zwangs-)Pause gehe. So habe ich weniger das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen, da es sich eher anfühlt, als würden die Figuren ebenfalls eine Pause einlegen. Es fällt mir dann auch leichter, mich zum Beispiel schlafen zu legen.
Leider ist das nicht immer möglich. Angesichts dessen, dass ich auch unterwegs immer lese, kann ich oft nicht auf das Ende eines Kapitels warten. Sonst würde ich ja ständig zu spät kommen und wäre wohl innerhalb kürzester Zeit arbeitslos. Daher muss ich häufig innerhalb eines Kapitels unterbrechen. Ich versuche dann, einen einigermaßen logischen Punkt dafür zu finden. Absätze sind super. Ich bevorzuge sie, aber nicht jede_r Autor_in nutzt sie oder eine Szene ist trotz der Unterteilung in Absätze zu lang, um in der Kürze der Zeit so weit zu lesen. Dann versuche ich zumindest, nicht mitten in einem Dialog oder in einer umfangreichen Beschreibung zu pausieren. Auch das klappt nicht immer.
Man könnte sagen, dass ich mit Vorliebe nach Kapiteln und Absätzen lese, am Ende aber doch maßgeblich der Zeit unterworfen bin, die mir zur Verfügung steht. Glücklicherweise bereitet es mir allerdings keinerlei Probleme, einen Gedankengang wieder aufzunehmen – unabhängig davon, wie abrupt ich ihn unterbrechen musste. Ich habe eigentlich nie Schwierigkeiten, nach einer Pause wieder reinzukommen und genau da weiterzulesen, wo ich aufgehört habe.

Was lest ihr gerade? Lest ihr Kapitel-weise oder unterbrecht ihr einfach mittendrin?

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Meinungen und Kommentare und wünsche euch allen einen fantastischen Dienstag! :)
Alles Liebe,
Elli