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Die Montagsfrage dieser Woche von Nina alias Libromanie dreht sich um die täglichen Lesegewohnheiten. Sie möchte gern wissen, ob wir öfter längere Lese-Sessions einlegen oder doch eher über den Tag verteilt kürzere Zeitspannen zum Lesen nutzen. Die Frage lautet daher:

Am Stück oder häppchenweise?

Tja, mal so und mal so. Mein Leseverhalten ist Tag für Tag unterschiedlich; es hängt von so vielen Faktoren ab, die ich nicht immer beeinflussen kann.
An erster Stelle steht natürlich der Zeitfaktor. Wenn ich unterwegs bin, schaffe ich es meistens nicht, mir an diesem Tag stundenlang Zeit zum Lesen zu nehmen. Aber ich habe meine aktuelle Lektüre immer dabei und lese, wenn es die Umgebung erlaubt. In der Bahn lese ich beispielsweise immer.
Zusätzlich hängt es auch von meiner Tagesform ab. An manchen Tagen habe ich Konzentrationsschwierigkeiten, weil meine Gedanken in meinem Kopf wie Pingpong-Bälle hin und her fliegen. Ich bin dann furchtbar leicht ablenkbar und stelle oft fest, dass ich den gleichen Satz immer und immer wieder lese, ohne tatsächlich zu verinnerlichen, WAS ich eigentlich grade gelesen habe. An so einem Tag hat es keinen Sinn, mit aller Macht das Lesen erzwingen zu wollen, also lege ich das Buch zur Seite und mache irgendwas, das nicht ganz so viel Konzentration erfordert.
Meine Leseausdauer leidet unglücklicherweise auch immer massiv, wenn ich in einer meiner Zocker-Phasen bin. In diesen Phasen zocke ich exzessiv, jeden Tag, mehrere Stunden lang (manchmal auch den ganzen Tag). Selbst wenn ich mich zum Lesen hinsetze, schleicht sich irgendwann der Gedanke ein, dass ich eigentlich auch gern spielen würde. Ich schaffe dann meist nur etwa 50 Seiten, bis es mich so sehr in den Fingern juckt, dass ich es nicht mehr aushalte. Was würde ich dafür geben, wenn es eine Möglichkeit gäbe, beides gleichzeitig zu tun. :D
Doch der wohl wichtigste Faktor ist das Buch an sich. Fesselt mich ein Buch stark, kann ich es kaum aus der Hand legen, um mal eben zur Toilette zu gehen, fällt es mir selbstverständlich auch leicht, mich stundenlang damit zu beschäftigen. Ist die Lektüre weniger spannend… nun ja, dann mache ich eher mal längere Pausen. Bei so einem Buch lese ich oft in den Werbepausen des Fernsehprogramms. Zum Vergleich: das Fernsehprogramm interessiert mich nicht die Bohne, wenn mich mein Buch nicht loslässt.
Zusammengefasst kann ich also sagen, stimmen die Umstände, lese ich durchaus auch mal stundenlang. Dafür muss aber wirklich alles perfekt sein: die Zeit muss vorhanden sein, der Tag muss passen, das Buch muss mich begeistern. Dann kann es schon mal passieren, dass ich irgendwann mitten in der Nacht auf die Uhr sehe und völlig erschrocken feststelle, dass ich längst hätte schlafen müssen. ;)
Ansonsten lese ich den Tag über verteilt, wann immer es sich anbietet.
Wie ist das bei euch? Wann habt ihr das letzte Mal ein Buch hintereinander weg ausgelesen?