Eine Lektion fĂŒrs Leben
Erfahrungsbericht zum Reread von âHarry Potter und Die Kammer des Schreckensâ
Mit âHarry Potter und Die Kammer des Schreckensâ habe ich zum ersten Mal erlebt, was es bedeutet, auf eine Fortsetzung warten zu mĂŒssen und dabei auf heiĂen Kohlen der Ungeduld zu sitzen. Es war schrecklich. Einigen von euch erging es garantiert genauso â vielleicht erinnert ihr euch ebenfalls an das GefĂŒhl, laut schreien und mit dem FuĂ aufstampfen zu wollen, weil ES. BIS. ZUR. VERĂFFENTLICHUNG. NOCH. SO. LANG. HIN. IST.
Ich war von Hause aus ein ungeduldiges Kind, Warten fiel mir generell unheimlich schwer. Wenn ich etwas haben wollte, dann am besten gestern. Meine Eltern versuchten natĂŒrlich, dieser ImpulsivitĂ€t entgegen zu wirken und mir beizubringen, dass man im Leben nicht immer alles bekommt, was man sich wĂŒnscht und erst recht nicht sofort. Sie wollten mir vermitteln, dass Vorfreude schön sein kann, weil sie die Freude, hĂ€lt man das heiĂ herbeigesehnte Objekt dann in den HĂ€nden, ins Unermessliche steigert. Sie haben sich wirklich angestrengt. Lange trugen ihre BemĂŒhungen keine FrĂŒchte; ich war lange nicht in der Lage, Ungeduld in Vorfreude zu verwandeln und diese zu genieĂen. Ich war sogar oft wĂŒtend, weil ich es ungerecht und gemein fand, dass sie meinen WĂŒnschen nicht einfach nachgeben konnten und teilweise von mir verlangten, dass ich fĂŒr bestimmte GegenstĂ€nde mein Taschengeld sparen und sie mir selbst kaufen sollte.
Beim zweiten Band der âHarry Potterâ â Reihe lagen die Dinge zum ersten Mal anders. Im Alter von 9 Jahren musste ich einsehen, dass es Dinge gibt, auf die man eben warten muss. âDie Kammer des Schreckensâ war der erste Wunsch, den meine Eltern mir nicht mal theoretisch sofort erfĂŒllen konnten, weil dieses Objekt meiner Begierde schlicht noch nicht existierte. So frustrierend diese Erfahrung damals fĂŒr mich war, ich glaube heute, dass sie eine wichtige Lektion darstellte. Ich bin ĂŒberzeugt, ich hĂ€tte sehr viel lĂ€nger gebraucht, um zu verstehen, dass meine Eltern nicht auf alles Einfluss haben, wĂ€re die Warterei auf âDie Kammer des Schreckensâ nicht gewesen. NatĂŒrlich war ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Lage, den gröĂeren Zusammenhang zu erkennen. Mir war selbstverstĂ€ndlich nicht klar, dass Mama und Papa stets versucht hatten, mich auf genauso einen Fall vorzubereiten und mir meine WĂŒnsche deshalb in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden verwehrten. Heute verstehe ich das. Ich glaube, es war gut, dass ich erleben musste, wie es sich anfĂŒhlt, wenn man etwas unbedingt haben möchte und darauf warten muss. Eine Lektion fĂŒrs Leben.
âDie Kammer des Schreckensâ erschien im MĂ€rz 1999 auf dem deutschen Markt. Mit 9 Jahren habe ich Erscheinungsdaten von BĂŒchern natĂŒrlich noch nicht im Kopf behalten; ich war noch nicht alt genug, um mir monatelang zu merken, wann genau ein Buch veröffentlicht wird. Dementsprechend muss es meine Mutter gewesen sein, die mir sagte, dass es nun endlich soweit wĂ€re. Ich erinnere mich nur dunkel daran.
Ich weiĂ hingegen noch ganz genau, dass wir im Wohnzimmer waren und ich meine Eltern anbettelte, jetzt bitte sofort aufzuspringen und das Buch zu besorgen. Sie saĂen, ich stand. Ich war furchtbar aufgeregt und konnte meine Energie kaum zĂŒgeln, habe herumgehampelt. Meine Eltern blieben ganz ruhig und nutzen den gĂŒnstigen Moment, um mich wieder einmal zur SelbststĂ€ndigkeit zu erziehen. Sie sagten (im Wortlaut): âWenn du das Buch so dringend haben möchtest, dann geh selbst los und kauf es. Wir geben dir das Geld, aber du musst selbst zum Buchladen gehenâ. Ich erinnere mich, dass ich damit nicht uneingeschrĂ€nkt glĂŒcklich war, ich wollte eigentlich nicht selbst losgehen. Ich wollte, dass âDie Kammer des Schreckensâ wie durch Geisterhand in meinen Besitz ĂŒberging, ohne dass ich Aufwand damit hĂ€tte. Die Gier nach dem Buch war allerdings stĂ€rker als mein Unwille.
Damals lebten wir am Rande Berlins, in einem Wohngebiet nahe an einer groĂen HauptstraĂe. In den unteren Etagen der HĂ€user befanden sich Ladenzeilen und die nĂ€chste kleine Buchhandlung war bloĂ ein paar 100 Meter die StraĂe runter. Ich lieĂ mir erklĂ€ren, was ich der BuchhĂ€ndlerin sagen mĂŒsste, das Geld in die Hand drĂŒcken und raste los. Ja, ich bin wirklich gerannt. WĂŒrde ich heute auch nicht mehr machen. :D
Ich kam in der Buchhandlung an und erklĂ€rte der (sehr lieben) VerkĂ€uferin atemlos, was ich haben wollte. Dummerweise hatte sie âDie Kammer des Schreckensâ nicht vorrĂ€tig. Skandal! Das Buch musste bestellt werden, was meine sowieso schon ĂŒberbordende Ungeduld auf eine harte Probe stellte. Noch lĂ€nger warten. Ich war wĂŒtend. Meine Eltern versuchten, mich zu beruhigen, indem sie mir sagten, auf den einen Tag kĂ€me es nach all den Monaten nun auch nicht mehr an, doch sie stieĂen auf taube Ohren. NatĂŒrlich kam es auf den einen Tag an. Ich war erst glĂŒcklich, als ich âDie Kammer des Schreckensâ endlich in den HĂ€nden hielt und Seite um Seite verschlingen konnte. So begann meine Geschichte mit dem zweiten Band der âHarry Potterâ â Reihe.
17 Jahre spĂ€ter wurde es Zeit fĂŒr einen Reread, den ich, wie ihr mittlerweile wissen dĂŒrftet, mit Marina aka DarkFairy durchziehe. Nachdem ich wĂ€hrend der LektĂŒre des ersten Bandes (den Erfahrungsbericht dazu findet ihr HIER) ĂŒberraschenderweise feststellen konnte, dass viele Bilder meiner kindlichen Vorstellungskraft die Jahre und die Verfilmungen ĂŒberlebt haben, freute ich mich umso mehr auf âDie Kammer des Schreckensâ.
Ich hatte ganz vergessen, dass das Buch mit einem eleganten RĂŒckblick auf die bisherigen Ereignisse beginnt. Ich hĂ€tte das selbstverstĂ€ndlich nicht gebraucht, aber man darf eben nicht auĂer Acht lassen, dass die BĂŒcher fĂŒr Kinder geschrieben sind und zwischen dem Erscheinen des ersten und zweiten Bandes in England etwa ein Jahr lag. Eine ziemlich lange Zeit fĂŒr das GedĂ€chtnis kleiner Menschen.
Ich muss gestehen, dass ich mich an die Handlung von âDie Kammer des Schreckensâ eher schwammig erinnerte. Der grobe Verlauf war mir durchaus noch gegenwĂ€rtig, doch einige Details waren mir entfallen. Ich brachte Kleinigkeiten durcheinander, die sich aus den FolgebĂ€nden in meinem Kopf verankert hatten. Beispielsweise erinnerte ich mich lebhaft an Dobbys Besuch in Harrys Zimmer bei den Dursleys, aber ich dachte, dass diese grauenvollen Muggel erst spĂ€ter erfahren, dass Harry in den Ferien nicht zaubern darf. Ich wusste, dass Harry und Ron den Hogwartsexpress verpassen, aber ich wusste nicht mehr, wieso. Mir war bewusst, dass Harry die Kammer des Schreckens allein betritt, doch wo Ron zu diesem Zeitpunkt ist und warum er ihn nicht begleiten kann, hatte ich vergessen. Viele KausalzusammenhĂ€nge sind ĂŒber die Jahre in meinem GedĂ€chtnis verblasst; es war wundervoll, diese erneut zu entdecken.
Ebenso sehr habe ich es genossen, meine kindlichen GefĂŒhle noch einmal zu durchleben, wenn auch mit etwas Distanz. Dobbys erster Auftritt brachte mich zum Schmunzeln, weil ich mich daran erinnerte, dass ich als 9-JĂ€hrige regelrecht entrĂŒstet und empört war, dass Dobby die Briefe von Harrys Freunden abfing. Ich fand das damals so⊠GEMEIN und ich wusste ja noch nicht, dass Dobby es eigentlich nur gut meint. Heute, als Erwachsene, fand ich Dobbys Taktik vor allem unlogisch, denn ein paar nicht erhaltene Briefe könnten einen Jungen wie Harry, der in der Welt der Muggel dermaĂen unglĂŒcklich ist, niemals davon abhalten, nach Hogwarts zurĂŒckzukehren. Nun ist Dobby aber generell nicht gerade eine Ausgeburt an Logik und RationalitĂ€t, weshalb ich ihm letztendlich stets verzeihen konnte und kann. Selbst das Ding mit dem verhexten Klatscher, womit er Harry ernsthaft in Gefahr brachte, entstand ja aus purer Verzweiflung. Damals wie heute berĂŒhrte die Vorstellung eines weinenden Dobby an Harrys Krankenbett mein Herz.
In dieser Szene bedeutete es mir besonders viel, dass mein Bild von Dobby die Jahre ĂŒberstand. Ăhnlich wie bei Hagrid entsprach meine Vorstellung des Hauselfen nie ganz der Beschreibung im Buch und demzufolge auch nicht seiner Darstellung in den Filmen. Ich habe mir Dobby immer als knubbelig ausgemalt. GrĂŒne Haut, ein rundes Gesicht mit seitlich abstehenden Fledermausohren, ein runder Bauch, darunter die ĂŒbergroĂen PatschefĂŒĂe, dazu aber lange, schmale Finger (wie die eines Pianisten). Ăber Dobbys Augen schreibt J.K. Rowling, dass sie tennisballgroĂ sind â nun ja, ich war eben ein Kind und TennisbĂ€lle sind gelb, also erhielten seine Augen von meiner Fantasie eine gelbliche Farbe (Aber nicht das knallige Gelb echter TennisbĂ€lle!). Ich musste mich ein wenig anstrengen, um dieses zugegebenermaĂen inkorrekte Bild beim Lesen vor die Filmversion zu schieben, aber es hat geklappt. Ich wollte Dobby unbedingt so sehen, wie ich ihn als Kind sah.
Intensive Erinnerungen weckte auch das Auftauchen des berĂŒchtigten Spinners Gilderoy Lockhart. Mein 9-jĂ€hriges Ich konnte ihn selbstverstĂ€ndlich nicht ausstehen. J.K. Rowling gab sich schlieĂlich groĂe MĂŒhe, ihn so zu charakterisieren, dass selbst Kinder begreifen, dass der Mann ein Aufschneider ist. Deswegen empfand ich es damals als furchtbar peinlich und unangenehm, dass sowohl Mrs. Weasley als auch Hermine fĂŒr ihn schwĂ€rmen. Das ganze MĂ€dchen-Jungs-Ding war mir ja noch völlig suspekt und KĂŒsse waren eklig. Ich verstand nicht, wie die beiden auf Lockhart hereinfallen konnten und durchlebte einige FremdschĂ€m-Momente.
Heute frage ich mich vor allem, wieso Dumbledore Lockhart ĂŒberhaupt als Lehrer fĂŒr Verteidigung gegen die dunklen KĂŒnste beschĂ€ftigte. Albus Dumbledore hĂ€lt man nicht zum Narren. Er muss gewusst haben, dass Lockhart nicht das ist, was er zu sein vorgibt. Ich möchte daran glauben, dass Dumbledore irgendetwas mit ihm vorhatte, das sich durch die Ereignisse in der Kammer des Schreckens erĂŒbrigte. Vielleicht plante er von Beginn an, ihn zu demaskieren. Andernfalls ergibt seine Anstellung fĂŒr mich einfach keinen Sinn, denn Dumbledore ist viel zu clever, um sich von einer guten Show und ein paar Vergessenszaubern tĂ€uschen zu lassen.
Apropos TĂ€uschung: Tom Riddles Tagebuch löste bei mir sehr gemischte GefĂŒhle aus. Ich konnte nicht aufhören, daran zu denken, dass es sich dabei um einen Horkrux, also um ein StĂŒck von Voldemorts Seele handelt. Brrr. Gruselig. Weder Harry noch Dumbledore ist das zu diesem Zeitpunkt klar, aber es wĂ€re wirklich das Beste gewesen, hĂ€tten sie die ZĂ€hne des toten Basilisken aus der Kammer geborgen. Das hĂ€tte ihnen spĂ€ter einigen Ărger erspart.
Betrachte ich alle ZusammenhĂ€nge, Implikationen und Konsequenzen hinsichtlich dieses unscheinbaren Buches, packt mich das Entsetzen, wenn ich an Lucius Malfoy denke. Er wird gewusst haben, was sein Meister ihm zur Aufbewahrung ĂŒberlieĂ. Ich bin ĂŒberzeugt, er wusste, dass das Tagebuch ein Horkrux ist. Voldemort mag alle weiteren SeelengefĂ€Ăe versteckt und verschwiegen haben, aber ĂŒber dieses eine muss er Malfoy informiert haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Tagebuch zufĂ€llig in seinen Besitz gelangte. Er plante, es irgendwann einzusetzen. Wir wissen ja, dass er es Ginny absichtlich zuspielte â demzufolge war ihm völlig bewusst, welcher Gefahr er sie aussetzte.
Ich finde es schockierend, dass Mr. Malfoy keinerlei Skrupel hatte, einem kleinen MĂ€dchen ein StĂŒck der Seele des mĂ€chtigsten dunklen Magiers aller Zeiten aufzudrĂ€ngen. Lasst euch das auf der Zunge zergehen. Er wollte sie opfern, um seinen Meister zurĂŒck ins Leben zu holen. Das war nicht der Ausdruck seiner Abneigung den (reinblĂŒtigen!) Weasleys gegenĂŒber, es war pure, eiskalte Berechnung. Ich wusste natĂŒrlich bereits mit 9 Jahren, dass die ganze Sippe der Malfoys verdorben ist, aber das wahre AusmaĂ ihrer Bösartigkeit ist mir erst jetzt bewusstgeworden. Den Tod einer unschuldigen 11-JĂ€hrigen in Kauf zu nehmen ⊠Widerlich. AbstoĂend.
Angesichts dieser fĂŒr mich recht spĂ€ten Offenbarung bin ich sehr gespannt, welche Entdeckungen in den nĂ€chsten BĂ€nden auf mich warten. Obwohl dies nicht mein erster Reread ist, habe ich doch das GefĂŒhl, die BĂŒcher noch nie so intensiv und bewusst gelesen zu haben wie jetzt. Ich genieĂe die Erfahrung, jedes noch so kleine Ereignis in ein gröĂeres VerhĂ€ltnis setzen zu können, weil ich die Geschichte bereits kenne und dadurch verstĂ€rkt auf die Details achten kann.
Auf die LektĂŒre des dritten Bandes âHarry Potter und Der Gefangene von Askabanâ freue ich mich ganz besonders, denn seit jeher ist er mein Lieblingsband. Ich werde ganz aufgeregt, denke ich an die Heulende HĂŒtte, Professor Lupin, Hogsmeade, Butterbier und die Karte des Rumtreibers. Fast so aufgeregt wie damals mit 10 Jahren, als er gerade erschienen war.

Hallo, Elli!
Das ist eine schöne Geschichte. Ich kann mir direkt vorstellen, wie die kleine Elli in den Laden gestĂŒrmt ist und dann hatten die das Buch nicht da.
Seltsamerweise ist der zweite Teil eines der BĂŒcher, die ich bei einem Reread gerne ĂŒberspringen wĂŒrde. FrĂŒher lief der Film dauend im Fernsehen – der aber nie einer der anderen – und ich habe ihn ungefĂ€hr zwanzigmal gesehen. Vielleicht kann man sich auch an einem Plot ablesen, wie man sich an Essen abisst. Klingt irgendwie komisch, wenn ich es so schreibe. Verstehst du, was ich meine? Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht nur eine Redensart ist, die man hier bei uns verwendet.
Ich bin freue mich, dass dir der Re-read offensichtlich gefallen hat und bin gespannt, wie du HP3 erleben wirst. :)
LG, m
Huhu,
ich verstehe dich voll und ganz und glaube auch, dass das möglich ist. Bei uns wĂŒrde man statt „abessen“ „ĂŒberfressen“ sagen, aber das kommt aufs Gleiche hinaus. :)
Viele liebe GrĂŒĂe,
Elli
Hm. „Ăberfressen“ sagt man bei uns schon auch, aber in einem anderen Kontext. Naja, ist ja auch egal, du verstehst schon, was ich meine. :)
Schöne persönliche Note bei dem Beitrag. Ich habe Harry Potter im letzten Jahr zum dritten Mal durchgelesen. Ich wollte eigentlich nur mal eine Szene nachlesen, und dann mal so gucken wie der Anfang nochmal war, und dann…. war ja klar, ich musste jedes Buch von vorne bis hinten durchlesen.
Ich beneide Dich darum, dass Du Deine Verstellungen Hagrid noch hast, da hat sich bei mir der Film Hagrid reingeschoben. FĂŒr Dobby und vor allem fĂŒr das Trio, und ich glaube von allen am meisten fĂŒr Hermine, habe ich auch noch meine eigenen Bilder.
! Hierunter Spoiler, falls jemand die BĂŒcher noch gar nicht kennt !
Ich glaube, dass Dumbledore in jeglichem Jahr einfach niemanden gefunden hat, der den Job der VDK Lehres machen wollte, bis auf die jeweilige Person, die ihn dann gemacht hat. Ich glaube, es gab in diesem Jahr einfach keine andere Wahl als Lockhart. NatĂŒrlich wollte Snape, aber ich glaube, zu der Zeit war Dumbledore schon klar, dass der Posten verflucht ist, und er wollte Snape nicht nach einem Jahr verlieren. Er stellt ja Snape erst in dem Jahr ein, in dem er am Ende wahrscheinlich soundso von Hogwarts fliehen muss, denn es ist ja Dumbledores Plan, dass Draco keinen Mord zu begehen braucht.
Ich glaube nicht, dass Lucius Malfoy klar ist, dass das Tagebuch ein Horkrux ist. Voldemort wird das niemandem erzÀhlt haben. Er vertraut nicht, er hat keine Freundschaften, er macht Dinge mit sich aus. Ich kann mir nicht vorstellen warum er jemandem so etwas wichtiges anvertrauen sollte. Er hÀtte das denke ich nur als Risiko gesehen.
Hallo Andrea,
natĂŒrlich ist mir der Mangel an FachkrĂ€ften fĂŒr das Fach durchaus bewusst. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen (und möchte es auch nicht), dass Dumbledore wirklich auf Lockhart hereingefallen ist. Ich glaube lieber daran, dass es da ein Geheimnis gibt, von dem wir als Leser_innen nichts erfahren haben. đ
Doch, ich denke schon, denn warum hĂ€tte er es Ginny sonst unterschieben sollen, wenn er nicht weiĂ, wie es funktioniert? Ich könnte mir noch vorstellen, dass Voldemort Malfoy nur die halbe Wahrheit gesagt hat, aber ich glaube schon, dass Malfoy wusste, dass er Ginnys Leben ernsthaft gefĂ€hrdet.
Ich glaube genau wie du auch nicht, dass Dumbledore auf Lockhart hereingefallen ist, dennoch musste er jemanden fĂŒr diesen Job besetzen und wenn Lockhart der einzige war, der bereit war die Stelle anzunehmen …
Dies wird ja auch schon durch ein GesprÀch mit Hagrid deutlich gemacht.
Da fragt Ron nĂ€mlich: „Wie konnte Lockhart bloĂ Lehrer werden? Er kann doch nicht der beste Kandidat fĂŒr diesen Job gewesen sein!“
Worauf Hagrid erwider: „Er war der einzige Kandidat fĂŒr diesen Job. Die Leute trauen sich nicht mehr. Sie wissen, dass kein Lehrer fĂŒr dieses Fach lange bleibt.“
AuĂerdem kann ich mir sehr gut vorstellen, dass jetzt, da Voldemort vor gerade mal einem Jahr beinahe wieder zurĂŒckgekehrt ist, Dumbledore weiĂ, dass es nicht mehr lange bis zu seiner RĂŒckkehr dauern kann. Also hat er sich vielleicht zum Teil auch aus dem Grund fĂŒr Lockhart entschieden, weil er wollte, dass die SchĂŒler selbststĂ€ndiger werden und auch dann lernen sich zu verteidigen, wenn sie einen absoluten Versager als Lehrer in diesem Gebiet haben.
NatĂŒrlich ist das ein Risiko, weil es sein kann, dass die SchĂŒler deshalb gar nicht vorbereitet werden, doch ich denke Dumbledore wĂ€re nach langem Ăberlegen bereit es einzugehen.
Ich glaube, genau wie Andrea, dass Lucius Malfoy nichts von den Horkruxen wusste. Voldemort ist ein absoluter EinzelgĂ€nger und vertraut niemandem auĂer sich selbst. Wenn eine Person von auch nur einem Horkrux weiĂ und sie dann von einem sehr mĂ€chtigen Legilimentiker wie Snape oder Dumbledore „abgehört“ werden, ist vor allem bei Dumbledore die Gefahr groĂ, dass er darauf kommt, dass es mehr als nur einen Horkrux gibt. Deswegen glaube ich, dass Voldemort Lucius das Tagebuch nur gegeben hat, mit der Anweisung, es nach einer bestimmten Zeit durch einen SchĂŒler nach Hogwarts zu schmuggeln. Er wird ihm bestimmt deutlich gemacht haben, dass er sehr wichtig ist aber er hat sicher nicht verraten was es wirklich ist. Das wĂ€re Voldemort ein zu groĂes Risiko gewesen. Und ich glaube auch nicht, dass Lucius eine Ahnung hatte, wie gefĂ€hrlich das Tagebuch wirklich ist.
Die Theorie, dass Dumbledore Lockhart einstellte, weil er wollte, dass seine SchĂŒler_innen selbststĂ€ndiger werden, finde ich ein wenig weit hergeholt. Da kann ich mich eher damit anfreunden, dass es wirklich niemand Besseren fĂŒr den Job gab. :D Ich kann mir nĂ€mlich nicht vorstellen, dass Dumbledore bewusst das Wohlergehen seiner SchĂŒtzlinge aufs Spiel setzen wĂŒrde.
Im Erfahrungsbericht zum „Halbblutprinz“ musste ich mich von meiner Theorie, dass Malfoy gewusst hat, dass das Tagebuch ein Horkrux ist, leider ohnehin verabschieden. Dumbledore hat sie mit ein paar kurzen SĂ€tzen in der Luft zerrissen. ;)
Huhu!
Niedliche Geschichte, die du da von dir erzĂ€hlst. :) Ich habe die HP BĂŒcher erst entdeckt, als schon 3 BĂ€nde erschienen waren. Also konnte ich die natĂŒrlich in einem Rutsch weglesen. Musste mich dann aber auch gedulden, bis der vierte endlich erscheinen sollte. Aber ich hab das gar nicht mehr so klar in Erinnerung wie du bei dir. Ich weiĂ noch, dass es ne Weile gedauert hat und ich sie immer und immer wieder las. Das habe ich jedes Mal gemacht, bevor ein neuer Teil veröffentlicht werden sollte. Ich war als Kind nicht sehr geduldig und auch gierig, aber ich hab das Warten echt nicht so in Erinnerung behalten.
„Die Kammer des Schreckens“ war immer der Teil, den ich am wenigsten von allen mochte. Warum kann ich gar nicht sagen. Ich finde Professor Lockhart total komisch und spannend ist das Buch ja auch. Aber mein Lieblingsteil wird er nie werden. Hm, merkwĂŒrdig.
Ich höre zur Zeit „Der Stein der Weisen“ und fĂŒhle mich sofort wieder in die schöne magische Welt versetzt. :)
Liebe GrĂŒĂe!
huhu,
niedliche Geschichte, danke das du sie mit uns teilst â„
Ich hab HP durch zufall entdeckt, da war grade Band 3 erschienen! Ich hatte also GlĂŒck und konnte einiges hintereinander lesen. Das warten auf Band 4 war allerdings schrecklich.
Zum Tagebuch: Ich glaube nicht das Voldemort Malfoy die Wahrheit ĂŒber das Tagebuch erzĂ€hlt hat, sicher irgendeine LĂŒge damit Malfoy sich wichtig vorkommt. Das Malfoy ganz bewusst Ginnys Leben gefĂ€hrdet hat, da stimme ich dir aber zu. Er ist einfach skrupellos.
Zu Lockhart: Warum er Lehrer wurde hab ich mich auch immer gefragt. Entweder gab es keinen anderen zur Wahl oder Dumledore wollte Lockhart irgendwie helfen oder demaskieren? Ihm vielleicht zeigen das es gar nicht so gut ist Geschichten zu erfinden bzw. zu klauen?
Vielleicht solltest du noch eine kleine Spoilerwarnung vor dem Text unterbringen, es gibt sicher noch genung Leute die die BĂŒcher noch nicht gelesen haben ;)
Liebe GrĂŒĂe
[…] empfand. Wikipedia behauptet, das Buch wĂ€re im August 1999 erschienen, was bedeutet, dass ich nach âDie Kammer des Schreckensâ 5 Monate ausharren musste, bis ich erfuhr, wie die Geschichte weiterging. Durch meine […]
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